Methoden im Überblick
Es gibt vielfältige Methoden, Sehbehinderungen zu simulieren und Menschen so die Sicht auf die Welt von VIPs näherzubringen: Videos und Bilder, Simulationsbrillen, Augmented Reality, Virtual Reality. Bei unseren Angeboten kombinieren wir verschiedene Simulationsmöglichkeiten, wobei der Fokus auf Augmented und insbesondere Virtual Reality liegt.
Videos und Bilder
Videos und Bilder sind eine sehr niedrigschwellige Lösung, um Symptome von Augenerkrankungen aufzuzeigen und so einen schnellen Eindruck zu vermitteln, da der technische Aufwand sehr gering ist. Gleichzeitig sind sie zweidimensional und nicht immersiv, das heißt der Eindruck bleibt abstrakt und das Erlebte hinterlässt ggf. einen eher oberflächlichen Eindruck.
Simulationsbrillen
Simulationsbrillen (z.B. aus Pappe) werden von Selbsthilfeverbänden gratis angeboten. Auch hier ist der Aufwand vergleichsweise gering und die Brillen sind ein gutes Tool, um erste Eindrücke zu vermitteln. Dabei kann aber nur eine Symptomatik simuliert werden und die Komplexität und Vielfalt verschiedener Augenerkrankungen kann nicht dargestellt werden.
Augmented Reality
Augmented Reality (AR) — z.B. durch sogenannte Cardboards, die ein Smartphone zu einer einfachen VR-Brille machen — ist eine Kombination aus der echten Umgebung und Elementen der virtuellen Realität. Konkret werden zur Simulation durch die AR Wahrnehmungsfilter auf die reale Umgebung gelegt. Dies macht die AR zu einem guten Kompromiss zwischen niedrigschwelligem Zugang und Immersion. Eine App, die wir empfehlen und in den Workshops teilweise nutzen, ist Tengo Baja de Vision.
Virtual Reality
Virtual Reality bietet die komplexeste Form der Simulation von Seheinschränkungen, da sie einen hohen Grad der Immersion bietet und gleichzeitig die Simulation unterschiedlicher (auch in der echten Welt potenziell gefährlicher oder unangenehmer) Situationen und Umgebungen zulässt. Auch verschiedene Hilfsmittel werden in unserer Anwendung simuliert. Spielerische Elemente — wie verschiedene Aufgaben oder der Star unserer App, Oggi — sind in der virtuellen Realität möglich. Die Nutzung der Anwendung soll (auch) Spaß machen und nicht primär Betroffenheit auslösen. Der technische Aufwand ist vergleichsweise hoch, lohnt sich aber aus unserer Sicht, um eine möglichst beeindruckende und wirksame Erfahrung zu ermöglichen.